Applikation von Beschichtungsstoffen
Viele Beschichtungsprüfungen setzen Probekörper voraus, deren Untergrund, Oberflächenvorbereitung und Schichtaufbau bekannt und dokumentiert sind.
Viele Beschichtungsprüfungen setzen Probekörper voraus, deren Untergrund, Oberflächenvorbereitung und Schichtaufbau bekannt und dokumentiert sind.
Das IKS stellt solche Probekörper selbst her: Für die Applikation flüssiger Beschichtungsstoffe stehen pneumatisches und Airless-Spritzen zur Verfügung, für Pulver-Beschichtungsstoffe das Pulverbeschichten. Die beschichteten Proben werden anschließend in den Laboren des IKS belastet und geprüft.
Herstellung beschichteter Prüfbleche aus eingereichten Beschichtungsstoffen für Eignungs- und Zulassungsprüfungen, etwa nach DIN EN ISO 12944-6 oder TL/TP-KOR-Stahlbauten
Vergleich von Oberflächenvorbereitungen, Vorbehandlungen oder Grundbeschichtungen unter gleichen Applikationsbedingungen
Pulver-Beschichtungssysteme für den Korrosionsschutz von Stahlbauten nach DIN 55633
Beschichtung von Feuerzinküberzügen (Duplexsysteme), auch ohne vorherige Oberflächenvorbehandlung
Verarbeitungseigenschaften flüssiger Beschichtungsstoffe: Verarbeitungszeit, Ablaufneigung, Trocknung
Probekörper für Forschungsvorhaben zu Korrosionsschutzmechanismen und Beschichtungssystemen
Vor der Applikation wird der Untergrund vorbereitet: mechanisch durch Druckluftstrahlen in Handstrahlkabinen, mit Bewertung von Oberflächenreinheit und Rauheit nach DIN EN ISO 8501 bis 8503, oder chemisch, etwa durch Entfetten, Beizen, Phosphatieren oder chromfreie Passivierung in der Kleingalvanikanlage. Untergrund, Vorbereitungsgrad und Vorbehandlung werden für jede Probenserie festgehalten.
Flüssige Beschichtungsstoffe werden pneumatisch – mit Zerstäubung durch Druckluft – oder im Airless-Verfahren – mit Zerstäubung durch hohen Materialdruck ohne Zerstäuberluft – aufgetragen; mehrschichtige Systeme entstehen Schicht für Schicht mit den vom Hersteller vorgegebenen Zwischentrocknungszeiten. Beim Pulverbeschichten wird der Pulverlack auf das Werkstück aufgetragen und anschließend durch Einbrennen vernetzt. Die Trockenschichtdicke wird nach DIN EN ISO 2808 bzw. auf rauen Untergründen nach ISO 19840 bestimmt.
Flüssige Beschichtungsstoffe lassen sich vor der Applikation charakterisieren: Dichte nach DIN EN ISO 2811-1, nichtflüchtige Anteile nach DIN EN ISO 3251 und DIN EN ISO 3233-3, Trocknungsverhalten nach DIN EN ISO 9117-3 und -5, Verarbeitungszeit nach DIN EN ISO 9514, Pigmentgehalt nach DIN EN ISO 14680, Ablaufverhalten nach DIN EN ISO 16862 und Auslaufzeit nach DIN 53211. Pulverbeschichten gehört außerdem zur Ausstattung des Fachbereichs Korrosionsschutz und Verfahrenstechnik.
1 Probekörper
beschichtete Prüfbleche oder Bauteilproben mit dokumentiertem Untergrund, Vorbereitung, Applikationsverfahren und Schichtaufbau.
2 Schichtdicke
Trockenschichtdicke nach DIN EN ISO 2808 bzw. ISO 19840.
3 Kennwerte des Beschichtungsstoffs
Dichte, nichtflüchtige Anteile, Trocknung, Verarbeitungszeit, Pigmentgehalt, Ablauf- und Fließverhalten.
4 Prüfbericht
Schichtdickenbestimmung, Prüfung flüssiger Beschichtungsstoffe und Bewertung von Pulver-Beschichtungssystemen nach DIN 55633 als DAkkS-akkreditiertes Prüflabor.
Anwendung: Probenherstellung für Eignungs-, Zulassungs- und Vergleichsprüfungen, Produktentwicklung von Beschichtungsstoffen, Forschungsvorhaben.
Beschreiben Sie kurz Beschichtungsstoff oder -system, Untergrund, gewünschte Vorbereitung und Schichtdicke sowie die vorgesehene Prüfung. Wir stimmen mit Ihnen Applikationsverfahren und Probenzahl ab.
0351 871-7100 info@iks-dresden.de
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