Bild­analytische Korrosions­bewertung
Corrosion Inspector Color

Der Corrosion Inspector Color der Firma Schäfter+Kirchhoff erfasst Prüfbleche mit einer Zeilenkamera als Farbbild und wertet Korrosionserscheinungen bildanalytisch aus.

Er wird nach Korrosionsprüfungen und Auslagerungen eingesetzt, um Unterwanderung, Korrosionsflächen und Filiformkorrosion flächig und wiederholbar zu erfassen. Das IKS führt das Gerät in den Arbeitsfeldern Beschichtungen, Mechanische Oberflächenvorbereitung und Oberflächencharakterisierung.

Typische Fragestellungen

Enthaftung und Korrosion ausgehend von einem Ritz nach Korrosionsprüfungen, als Ergänzung zur Bewertung nach DIN EN ISO 4628-8

Filiformkorrosion an beschichtetem Aluminium und Stahl nach Prüfungen gemäß DIN EN ISO 4623-1, DIN EN ISO 4623-2 oder DIN EN 3665

Flächenanteil korrodierter oder enthafteter Bereiche beim Vergleich von Beschichtungssystemen, Vorbehandlungen oder Produktvarianten

Dokumentation des Probenzustands zu mehreren Zeitpunkten einer Auslagerung in gleichbleibender Aufnahmegeometrie

Messprinzip

Das Prüfblech liegt auf einem Scanschlitten und wird unter einer Zeilenkamera mit LED-Beleuchtung hindurchgeführt; so entsteht ein Farbbild der gesamten Prüffläche. Erfasst werden Prüfbleche bis 100 × 200 mm.

Die Auswertesoftware erkennt die Lage des Ritzes und trennt korrodierte und enthaftete Bereiche anhand von Farbe und Helligkeit vom intakten Anstrich. Daraus berechnet sie nach Herstellerangabe unter anderem die unterwanderte Fläche, die mittlere Unterwanderungsbreite am Ritz sowie bei Filiformkorrosion Anzahl und Länge der Fäden. Beleuchtungswinkel, Bildfilter und Histogrammeinstellungen hat das IKS für typische Probenarten erprobt. Da Kantenschutz, Unebenheiten und Fingerabdrücke die Bilderkennung beeinflussen, eignen sich ebene, sauber gehandhabte Prüfbleche am besten.

Die bildanalytische Auswertung ergänzt die visuelle Beurteilung von Beschichtungsschäden nach DIN EN ISO 4628. Einzelne Schadstellen lassen sich anschließend am Stereomikroskop, am Laser-Konfokalmikroskop oder mit REM/EDX im Detail untersuchen.

Ergebnisse

1  Scanbild
Farbbild jedes Prüfblechs als Dokumentation des Probenzustands.

2  Auswertebild
Darstellung der erkannten Korrosions- und Enthaftungsbereiche auf dem Scanbild.

3  Kennwerte
unterwanderte bzw. korrodierte Fläche, Unterwanderungsbreite am Ritz in mm, bei Filiformkorrosion Anzahl und Länge der Fäden.

4  Bericht
Einbindung in den Bericht der vorangegangenen Korrosionsprüfung, z. B. zusammen mit der Bewertung nach DIN EN ISO 4628.

Anwendung: Auswertung von Korrosionsprüfungen und Auslagerungen an beschichteten Proben, Vergleichsprüfungen in Produktentwicklung und Qualitätssicherung, Forschung.

Weiterführend

Arbeitsfeld Beschichtungen Oberflächencharakterisierung Arbeitsfeld Mechanische Oberflächenvorbereitung Normen und Hausverfahren

Anfrage zu diesem Verfahren

Beschreiben Sie kurz Substrat, Beschichtungssystem, vorangegangene Belastung und Anzahl sowie Maße der Prüfbleche. Wir prüfen, ob die bildanalytische Auswertung geeignet ist, und nennen Ihnen andernfalls ein alternatives Verfahren, etwa die visuelle Bewertung nach DIN EN ISO 4628 oder die Stereomikroskopie.

0351 871-7100 info@iks-dresden.de

    Bitte beweise, dass du kein Spambot bist und wähle das Symbol Schlüssel.

    Die von Ihnen übermittelten Daten speichern und verwenden wir ausschließlich für den Zweck, für den Ihre Angabe erfolgte. Eine Weitergabe an Dritte erfolgt nicht.

    Weitere Verfahren

    Dynamische Differenzkalorimetrie Servohydraulische Ermüdungsprüfung Kathodische Enthaftung Alle Geräte und Verfahren

    Akkreditierte Prüfstelle

    Das Institut für Korrosionsschutz Dresden GmbH (IKS) ist mit 50 Jahren Erfahrung Ihr kompetenter Partner für Forschung, Dienstleistung und Weiterbildung in den Bereichen Korrosion, Korrosionsschutz und Korrosionsanalytik mit praxisnaher Ausrichtung.

    Logo Europa fördert Sachsen
    Logo DAkkS Akkreditierung + Akkreditierungsnummer des IKS: D-PL-19138-01-00

    Mitgliedschaften

    Das IKS Dresden kooperiert mit vielen anderen Forschungseinrichtungen und ist Mitglied in der Sächsischen Industrieforschungsgemeinschaft e.V., der Deutschen Industrieforschungsgemeinschaft Konrad Zuse e.V. und dem Verband Innovativer Unternehmen e.V.

    Logo SIG Sächsische Industrieforschungsgemeinschaft e. V.
    Logo VIU Verband innovativer Unternehmen e. V.
    Logo Mitglied der ZUSE-Gemeinschaft
    Logo IKS Dresden - Institut für Korrosionsschutz Dresden GmbH, weiß

    Mit uns zu nachhaltigem
    Korrosionsschutz

    Kontakt

    Gostritzer Straße 65
    01217 Dresden
    Deutschland

    Kontakt

    Tel.: [+49] (0) 351 871-7100
    Fax: [+49] (0) 351 871-7150
    Mail:  info[at]iks-dresden.de

    Homepage designed by www.wimeta.de