Haftfestigkeitsprüfung
inspekt table, Hegewald & Peschke
Die Haftfestigkeit beschreibt, wie fest eine Beschichtung auf dem Untergrund und die einzelnen Schichten aufeinander haften.
Die Haftfestigkeit beschreibt, wie fest eine Beschichtung auf dem Untergrund und die einzelnen Schichten aufeinander haften.
Am IKS wird sie im Abreißversuch (Stempelabreißversuch) nach DIN EN ISO 4624 an einer Universalprüfmaschine inspekt table von Hegewald & Peschke sowie mit den Schnittprüfungen nach DIN EN ISO 2409 und DIN EN ISO 16276-2 bestimmt. Alle drei Verfahren sind in der Anlage zur DAkkS-Akkreditierungsurkunde geführt.
Haftfestigkeit eines Beschichtungssystems im Anlieferungszustand und nach Salzsprühnebel-, Kondenswasser- oder Bewitterungsbelastung
Haftung von Beschichtungen auf Verzinkung, korrodiertem Stahl und nichtrostendem Stahl
Laborprüfungen nach DIN EN ISO 12944-6, in denen die Haftfestigkeit vor und nach der Belastung bewertet wird
Haftfestigkeit von Rohrumhüllungen im Abziehtest, auch nach Wasserbelastung oder Wärmealterung
Haftfestigkeit von Zinküberzügen im IKS-Hausverfahren Stempelabreißversuch in Anlehnung an DIN EN ISO 4624
Ursachenklärung bei Enthaftung: Bruch am Untergrund, zwischen zwei Schichten oder innerhalb einer Schicht
Beim Abreißversuch nach DIN EN ISO 4624 werden Prüfstempel mit einem geeigneten Klebstoff auf die Beschichtung geklebt. Nach dem Aushärten des Klebstoffs wird jeder Stempel über eine Aufnahme senkrecht zur Oberfläche mit gleichmäßig ansteigender Zugkraft belastet, bis die Beschichtung abreißt. Die Abreißfestigkeit ergibt sich aus der Bruchkraft und der Stempelfläche in MPa; das Bruchbild gibt an, zu welchen Anteilen der Bruch am Untergrund (Adhäsionsbruch), innerhalb einer Schicht (Kohäsionsbruch) oder im Klebstoff verläuft.
Die Kraft wird an der Universalprüfmaschine inspekt table von Hegewald & Peschke aufgebracht. Typkennwerte nach Herstellerangabe: Nennlast 20 kN (Zug/Druck), zwei spielfreie Kugelumlaufspindeln, Kraft-, Weg- und Dehnungsregelung, Kraftmessung nach DIN EN ISO 7500-1. In der Prüfmaschine wird die Kraft senkrecht und mit vorgegebener Geschwindigkeit in den Stempel eingeleitet.
Bei der Gitterschnittprüfung nach DIN EN ISO 2409 wird ein Schnittgitter bis zum Untergrund in die Beschichtung geschnitten; der Schnittabstand richtet sich nach Schichtdicke und Untergrund. Nach dem Abziehen eines Klebebands wird das Schnittbild mit Kennwerten von 0 bis 5 bewertet. DIN EN ISO 16276-2 beschreibt Gitter- und Kreuzschnittprüfung an Korrosionsschutzbeschichtungen von Stahlbauten und enthält Kriterien für deren Annahme.
1 Abreißfestigkeit
Einzelwerte und Mittelwert in MPa mit Bruchbild nach DIN EN ISO 4624.
2 Schnittkennwerte
Gitterschnittkennwert nach DIN EN ISO 2409 bzw. Bewertung nach DIN EN ISO 16276-2, mit Aufnahme des Schnittbilds.
3 Vergleich
Haftfestigkeit vor und nach einer Korrosions- oder Klimabelastung, Vergleich von Varianten und Untergründen.
4 Prüfbericht
Bericht als DAkkS-akkreditiertes Prüflabor nach DIN EN ISO 4624, 2409 oder 16276-2.
Anwendung: Eignungs- und Vergleichsprüfungen von Beschichtungssystemen und Rohrumhüllungen, Duplexsysteme, Qualitätssicherung, Forschung zu Haftungsmechanismen und Schadensfallanalyse.
Beschreiben Sie kurz Untergrund, Beschichtungssystem oder Überzug, Schichtdicke und das maßgebende Regelwerk. Wir prüfen, ob Abreißversuch oder Schnittprüfung geeignet ist, und nennen Ihnen andernfalls ein alternatives Verfahren.
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