Ionenchromatographie
IC
Die Ionenchromatographie (IC) trennt die in einer wässrigen Probe gelösten Ionen und bestimmt sie einzeln.
Die Ionenchromatographie (IC) trennt die in einer wässrigen Probe gelösten Ionen und bestimmt sie einzeln.
Im analytischen Labor des IKS wird sie für Anionen nach DIN EN ISO 10304-1 und für Kationen nach DIN EN ISO 14911 eingesetzt – in Wässern, Eluaten und Aufschlüssen von Feststoffen. Zusammen mit der GC-MS dient sie außerdem der Bestimmung von Wirkstoffen in VCI-Materialien und Kühlschmierstoffen gemäß TRGS 615 und VW 50164 (IKS-Hausverfahren).
Korrosionsrelevante Anionen wie Chlorid, Sulfat und Nitrat in Trink-, Prüf- und Kreislaufwässern
Zusammensetzung von Prüfwässern, deren Art und Konzentration der Ionen in Korrosionsversuchen gezielt eingestellt wird
Kationen wie Natrium, Kalium, Ammonium, Calcium und Magnesium zur Charakterisierung der Wasserbeschaffenheit
Lösliche Salze in Ablagerungen und Korrosionsprodukten nach Elution mit Wasser (DIN 38414-4)
Qualitative und quantitative Bestimmung von Wirkstoffen in VCI-Materialien und Kühlschmierstoffen gemäß TRGS 615 und VW 50164
Weitere Anionen wie Sulfid, Sulfit, Acetat, Benzoat, Phthalat oder Octanoat (IKS-Hausverfahren)
Ein definiertes Probenvolumen wird in einen kontinuierlichen Eluentenstrom eingespritzt und über eine Trennsäule mit Ionenaustauschermaterial geführt. Die einzelnen Ionen werden unterschiedlich stark an der Säule zurückgehalten und verlassen sie deshalb nacheinander. Im Detektor, in der Regel einer Leitfähigkeitsmesszelle, erscheint jedes Ion als eigener Peak: Die Retentionszeit dient der Zuordnung, die Peakfläche nach Kalibrierung mit Standardlösungen der Konzentration. Anionen und Kationen werden auf getrennten Säulen mit jeweils eigenem Eluenten bestimmt.
DIN EN ISO 10304-1 erfasst die Anionen Bromid, Chlorid, Fluorid, Nitrat, Nitrit, Phosphat und Sulfat, DIN EN ISO 14911 die Kationen Lithium, Natrium, Ammonium, Kalium, Mangan, Calcium, Magnesium, Strontium und Barium. Feststoffe werden vor der Messung mit Wasser eluiert oder aufgeschlossen; Proben mit hohem Gehalt an organischen oder ungelösten Bestandteilen werden vorab filtriert bzw. verdünnt.
Bei VCI-Materialien und Kühlschmierstoffen richtet sich die Wahl zwischen Ionenchromatographie und GC-MS nach dem Wirkstoff. Die TRGS 615 beschränkt die Verwendung von Korrosionsschutzmitteln, bei deren Einsatz N-Nitrosamine entstehen können, etwa aus Nitrit in Verbindung mit sekundären Aminen.
1 Ionenkonzentrationen
Massenkonzentration der bestimmten Anionen und Kationen in mg/L mit Angabe des Normverfahrens.
2 Wirkstoffanalyse
Nachweis und Gehalt ausgewählter Wirkstoffe in VCI-Materialien und Kühlschmierstoffen als Grundlage für die Bewertung nach TRGS 615 bzw. VW 50164.
3 Kombination
ICP-OES und Graphitrohr-AAS für Metalle; pH-Wert, elektrische Leitfähigkeit, Härte und Säurekapazität (DIN EN ISO 10523, DIN EN 27888, DIN 38409-6, DIN 38409-7) zur vollständigen Beschreibung der Wasserbeschaffenheit.
4 Prüfbericht
Messwerte mit Angabe des Verfahrens, der Probenvorbereitung und der Bestimmungsgrenze; bei Bedarf gemeinsam mit den weiteren Wasseranalysen in einem Bericht.
Anwendung: Wasserführende Anlagen und Trinkwasserinstallation, temporärer Korrosionsschutz und VCI, Schadensfallanalyse, Prozessüberwachung, Forschungsprojekte.
Beschreiben Sie kurz Probenart (Wasser, Eluat, VCI-Material, Kühlschmierstoff), gesuchte Ionen oder Wirkstoffe und erwartete Konzentrationsbereiche. Wir prüfen, ob die Ionenchromatographie geeignet ist, und nennen Ihnen andernfalls ein alternatives Verfahren.
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