Laser-Konfokal­mikroskopie
Keyence VK-X 130K

Das konfokale 3D-Laserscanning-Mikroskop VK-X 130K der Firma Keyence bildet Oberflächen berührungslos als dreidimensionales Höhenbild ab.

Aus den Messdaten werden Höhenprofile, Stufenhöhen und Rauheitskennwerte ermittelt – entlang von Linien ebenso wie flächenhaft. Am IKS wird das Gerät in der mechanischen Oberflächenvorbereitung, der Oberflächencharakterisierung und der Materialographie eingesetzt.

Typische Fragestellungen

Oberflächenprofil und Rauheit gestrahlter Stahloberflächen, etwa beim Vergleich von Strahlmitteln und Strahlparametern

Flächenhafte Rauheitskennwerte als Ergänzung zur Rauheitsmessung im Tastschnittverfahren

Dreidimensionale Abbildung von Oberflächen und Schadstellen, Vermessung von Vertiefungen, Erhebungen und Stufen

Oberflächenuntersuchungen an vor Ort entnommenen Proben im Rahmen von Begutachtungen und Schadensfallanalysen

Ergänzende Topographiemessung an materialographischen Proben

Messprinzip

Ein Laserstrahl wird zeilenweise über die Probe geführt; das reflektierte Licht gelangt über eine Lochblende zum Detektor. Da nur Licht aus der Fokusebene die Blende passiert, wird der Fokus schrittweise in der Höhe verfahren und für jeden Bildpunkt die Höhe mit maximaler Intensität bestimmt. So entsteht ein Höhenbild der Oberfläche, das mit dem Farbbild der Kamera überlagert wird. Größere Messfelder werden aus mehreren Einzelbildern zusammengesetzt. Typkennwerte des VK-X 130K nach Herstellerangabe: roter Halbleiterlaser mit 658 nm, Sichtfeld 16 µm bis 5400 µm, Anzeigeauflösung in der Höhe 5 nm, maximale Probenhöhe 28 mm im Standardstativ.

Aus dem Höhenbild werden Linienrauheitskennwerte wie Ra, Rz und die Spitzenzahl RPc sowie flächenhafte Kennwerte wie Sa, Sz und Spd berechnet. Die Grenzwellenlängen der Filter werden dabei wie im Tastschnittverfahren gesetzt, damit die Werte vergleichbar bleiben. Objektiv, Filter und Auswertung hat das IKS in Vergleichsmessungen mit dem Tastschnittgerät an Rauheitsvergleichsmustern für gestrahlte Oberflächen abgestimmt.

Die normgerechte Rauheitsmessung nach DIN EN ISO 4288 und DIN EN ISO 8503-4 erfolgt im Tastschnittverfahren; das Konfokalmikroskop ergänzt sie dort, wo ein flächenhaftes Bild der Oberfläche benötigt wird oder die Probe nicht berührt werden soll. Für die Elementzusammensetzung von Oberflächen und Belägen steht das Rasterelektronenmikroskop mit EDX zur Verfügung.

Ergebnisse

1  3D-Höhenbild
Farb- und Höhendarstellung der Oberfläche mit Maßstab und Höhenskala.

2  Profile und Maße
Höhenprofile entlang frei gewählter Linien, Stufenhöhen sowie Tiefen und Flächen einzelner Oberflächenmerkmale.

3  Rauheitskennwerte
Linienrauheit (z. B. Ra, Rz, RPc) und Flächenrauheit (z. B. Sa, Sz, Spd) mit Angabe der Filtereinstellungen.

4  Untersuchungsbericht
Messbedingungen, Ergebnisse und Bewertung, bei Bedarf zusammen mit weiteren Oberflächenuntersuchungen.

Anwendung: Oberflächenvorbereitung und Strahlmitteluntersuchungen, Oberflächencharakterisierung, Materialographie, Schadensfallanalyse und Forschung.

Weiterführend

Arbeitsfeld Mechanische Oberflächenvorbereitung Oberflächencharakterisierung Arbeitsfeld Materialographie Normen und Hausverfahren

Anfrage zu diesem Verfahren

Beschreiben Sie kurz Werkstoff, Oberflächenzustand, Probengröße und die gesuchte Kenngröße. Wir prüfen, ob die Laser-Konfokalmikroskopie geeignet ist, und nennen Ihnen andernfalls ein alternatives Verfahren, etwa die Rauheitsmessung im Tastschnittverfahren oder die Rasterelektronenmikroskopie.

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