Salzsprühnebelprüfung
Salzsprühnebelkammer
Die Salzsprühnebelprüfung ist eine genormte Korrosionsprüfung in künstlicher Atmosphäre.
Die Salzsprühnebelprüfung ist eine genormte Korrosionsprüfung in künstlicher Atmosphäre.
Beschichtete oder verzinkte Proben werden in einer geschlossenen Kammer einem Nebel aus Natriumchloridlösung ausgesetzt; nach festgelegter Prüfdauer wird der Korrosionsangriff bewertet. Am IKS wird die Prüfung nach DIN EN ISO 9227 als DAkkS-akkreditiertes Verfahren durchgeführt – an Beschichtungssystemen, Zinküberzügen und temporären Korrosionsschutzmitteln.
Nachweis der Korrosionsschutzwirkung eines Beschichtungssystems in der Laborprüfung nach DIN EN ISO 12944-6
Prüfungen nach TL/TP-KOR-Stahlbauten, DBS 918300, RVS 15.05.11 und vgbe/BAW-Standard
Unterwanderung und Enthaftung ab einer künstlichen Verletzung (Ritz) nach DIN EN ISO 4628-8
Vergleich von Oberflächenvorbereitungen, Grundbeschichtungen oder Produktvarianten in Qualitätssicherung und Produktentwicklung
Korrosionsverhalten von Zinküberzügen und Duplexsystemen
Schutzwirkung temporärer Korrosionsschutzmittel (Öle, Fette, Wachse, VCI)
In der Kammer wird eine Natriumchloridlösung mit Druckluft zu einem feinen Nebel zerstäubt, der sich gleichmäßig auf den geneigt aufgestellten Proben niederschlägt. Für die neutrale Salzsprühnebelprüfung (NSS) legt DIN EN ISO 9227 eine Lösung mit 50 g/l Natriumchlorid und eine Kammertemperatur von 35 °C fest; die Norm regelt außerdem die Niederschlagsmenge, die Probenneigung und die Kontrolle der Kammer über Referenzproben.
Für die Bewertung der Unterwanderung wird die Beschichtung vor der Belastung mit einem definierten Ritz bis zum Substrat versehen. Die Prüfdauer richtet sich nach dem Regelwerk, bei DIN EN ISO 12944-6 nach Korrosivitätskategorie und Schutzdauer. Die Salzsprühnebelkammern des IKS werden kontinuierlich oder in zyklischer Arbeitsweise betrieben; für zyklische Korrosionsprüfungen mit Salzsprüh-, Trocken- und Feuchtephasen – etwa nach DIN EN ISO 11997-1 oder nach VDA-Prüfblättern – steht zusätzlich eine Wechseltestkammer zur Verfügung.
Nach der Belastung werden die Proben nach DIN EN ISO 4628 bewertet (Blasengrad, Rostgrad, Rissgrad, Abblätterungsgrad, Unterwanderung am Ritz). Die Haftfestigkeit wird per Gitterschnitt (DIN EN ISO 2409, DIN EN ISO 16276-2) oder Abreißversuch (DIN EN ISO 4624) bestimmt; Korrosionserscheinungen lassen sich mit dem Corrosion Inspector flächig erfassen.
1 Prüfbericht
Bericht als DAkkS-akkreditiertes Prüflabor nach DIN EN ISO 9227 mit Prüfbedingungen, Prüfdauer und Probenkennzeichnung.
2 Bewertung nach DIN EN ISO 4628
Blasen-, Rost-, Riss- und Abblätterungsgrad sowie Unterwanderung am Ritz in mm.
3 Haftfestigkeit
Gitterschnittkennwert oder Abreißfestigkeit in MPa vor und nach der Belastung.
4 Fotodokumentation
Aufnahmen der Proben nach der Belastung; bei Bedarf weiterführende Untersuchungen wie Querschliff oder REM/EDX zur Ursachenklärung.
Anwendung: Eignungs- und Vergleichsprüfungen von Beschichtungssystemen und Überzügen nach Norm und Regelwerk, Qualitätssicherung, Produktentwicklung und Schadensfallanalyse.
Beschreiben Sie kurz Substrat, Beschichtungssystem oder Überzug, das maßgebende Regelwerk und die gewünschte Prüfdauer. Wir prüfen, ob die Salzsprühnebelprüfung geeignet ist, und nennen Ihnen andernfalls ein alternatives Verfahren, etwa die Kondenswasserprüfung, eine zyklische Korrosionsprüfung oder die Freibewitterung.
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