Druckluftstrahlen und Strahlmittelprüfung
Handstrahlkabinen
Das IKS verfügt über vier Handstrahlkabinen zum Druckluftstrahlen.
Das IKS verfügt über vier Handstrahlkabinen zum Druckluftstrahlen.
Sie dienen der Oberflächenvorbereitung von Probekörpern, Strahlversuchen mit Strahlmitteln der Auftraggeber und der Bestimmung optimierter Strahlparameter. Strahlmittel und gestrahlte Oberflächen werden anschließend nach den einschlägigen Normen geprüft. Die Strahlkabinen gehören zum Arbeitsfeld Mechanische Oberflächenvorbereitung der Abteilung Korrosionsschutz und Verfahrenstechnik.
Eigenschaften eines Strahlmittels nach DIN EN ISO 11125 (metallisch) bzw. DIN EN ISO 11127 (nichtmetallisch) und Abgleich mit den Grenzwerten nach DIN EN ISO 11124 bzw. 11126
Prüfzeugnis nach DGUV Regel 100-500, Kap. 2.24, Abschnitt 3.2: Prüfung auf Silikogenität, Toxizität und Kanzerogenität
Strahlparameter, mit denen ein Strahlmittel den geforderten Oberflächenvorbereitungsgrad und die geforderte Rauheit erreicht
Oberflächenreinheit, Rauheit und Salzbelegung gestrahlter Stahloberflächen nach DIN EN ISO 8501 bis 8503
Eignung alternativer Strahlmittel, etwa aus Nebenprodukten der Stahlherstellung
Gestrahlte Probekörper für Beschichtungs-, Verzinkungs- und Korrosionsversuche
Beim Druckluftstrahlen wird das Strahlmittel mit Druckluft beschleunigt und trifft mit hoher Geschwindigkeit auf die Oberfläche. Es entfernt Walzhaut, Rost und Altbeschichtungen und erzeugt ein Rauheitsprofil, das die Haftung nachfolgender Beschichtungen bestimmt. Das Ergebnis hängt von Art, Korngröße und Härte des Strahlmittels sowie von Strahldruck, Strahlabstand und Strahlwinkel ab; die Verfahren beschreibt DIN EN ISO 8504-2. In den Handstrahlkabinen werden diese Parameter für die jeweilige Aufgabe variiert. Im Forschungsprojekt zur Nutzbarmachung von Elektroofenschlacke als Strahlmittel wurden auf diese Weise Strahlparameter, Umlauffähigkeit und erreichbare Rauheit im Vergleich zu etablierten Strahlmitteln ermittelt.
Die Strahlmittelprüfung nach DIN EN ISO 11125 und 11127 umfasst Siebanalyse, Härte, Dichte, Defekte und Gefüge, Feuchte, Fremdbestandteile, Leitfähigkeit und Chloride. Für die Zulassung eines Strahlmittels ist ein Prüfzeugnis nach DGUV Regel 100-500 erforderlich, das die Unbedenklichkeit hinsichtlich Silikogenität, Toxizität und Kanzerogenität bescheinigt; das IKS stellt diese Prüfzeugnisse aus.
Gestrahlte Oberflächen werden nach DIN EN ISO 8501 visuell beurteilt, Staub und wasserlösliche Salze nach DIN EN ISO 8502 bestimmt und die Rauheit nach DIN EN ISO 8503 per Vergleichsmuster, Tastschnitt- oder Abdruckverfahren ermittelt. Dafür stehen ein Tastschnittgerät, ein Leitfähigkeitsmessgerät, ein Konfokalmikroskop von Keyence für 3D-Oberflächenprofile, REM/EDX zur chemischen Analyse der Oberfläche und der Corrosion Inspector Color zur Verfügung.
1 Strahlmittelkennwerte
Siebanalyse, Härte, Dichte, Defekte und Gefüge, Feuchte, Fremdbestandteile, Leitfähigkeit und Chloride mit Bewertung gegen die Grenzwerte nach DIN EN ISO 11124 bzw. 11126.
2 Prüfzeugnis nach DGUV Regel 100-500
Nachweis der Unbedenklichkeit des Strahlmittels hinsichtlich Silikogenität, Toxizität und Kanzerogenität.
3 Oberflächenkennwerte
Oberflächenvorbereitungsgrad nach DIN EN ISO 8501, Staub- und Salzbelegung nach DIN EN ISO 8502, Rauheit nach DIN EN ISO 8503; die Rauheitsbestimmung im Tastschnittverfahren nach DIN EN ISO 8503-4 und DIN EN ISO 4288 ist in der Anlage zur DAkkS-Akkreditierungsurkunde D-PL-19138-01-00 geführt.
4 Strahlparameter und Probekörper
ermittelte Strahlparameter mit erreichtem Oberflächenzustand; gestrahlte Probekörper für weiterführende Prüfungen.
Anwendung: Qualifizierung und Überwachung von Strahlmitteln, Entwicklung von Strahlmitteln und Strahlverfahren, Oberflächenvorbereitung von Probekörpern, Qualitätssicherung und Fremdüberwachung von Korrosionsschutzarbeiten.
Beschreiben Sie kurz Strahlmittel, Substrat und Ziel – Prüfzeugnis, Normprüfung oder Strahlversuch. Wir stimmen mit Ihnen ab, welche Prüfungen erforderlich sind und welche Probenmenge wir benötigen.
0351 871-7100 info@iks-dresden.de
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