Tauch- und Autoklavversuche
Laborautoklav
Im Tauchversuch werden Werkstoffproben über eine festgelegte Dauer einem flüssigen Medium ausgesetzt; Masseverlust und Erscheinungsbild der Proben ergeben die Korrosionsgrößen.
Im Tauchversuch werden Werkstoffproben über eine festgelegte Dauer einem flüssigen Medium ausgesetzt; Masseverlust und Erscheinungsbild der Proben ergeben die Korrosionsgrößen.
Am IKS werden Korrosionsgeschwindigkeiten über Tauchversuche mit gravimetrischer und nachfolgender metallographischer Auswertung ermittelt; die Korrosionsuntersuchungen nach DIN 50905 Teil 1 bis 3 sind DAkkS-akkreditiert. Für Korrosionsuntersuchungen unter erhöhtem Druck steht ein Laborautoklav zur Verfügung, für praxisnahe Versuche an Rohrwerkstoffen eine Looptest-Anlage.
Korrosionsgeschwindigkeit eines metallischen Werkstoffs in einem Betriebs- oder Prozessmedium
Gleichmäßige Flächenkorrosion oder örtliche Korrosion ohne mechanische Belastung nach DIN 50905-2 und DIN 50905-3
Korrosionsverhalten unter erhöhtem Druck im Laborautoklav
Kontaktkorrosion von Werkstoffpaarungen in Elektrolytlösungen nach DIN 50919
Beständigkeit nichtrostender Stähle gegen Loch- und Spaltkorrosion (ASTM G48) und gegen interkristallinen Angriff (ASTM A262)
Verhalten von Rohrwerkstoffen, etwa Kupfer-Nickel-Legierungen, in künstlichem Meerwasser
DIN 50905-1 legt die Grundsätze für Korrosionsuntersuchungen fest: Probenvorbereitung, Versuchsbedingungen und Auswertung. Die Proben werden vor dem Versuch vermessen und gewogen und in Versuchsständen für die Korrosionstauchbelastung dem Medium ausgesetzt; Zusammensetzung und Temperatur des Mediums sowie die Versuchsdauer richten sich nach der Aufgabenstellung. Nach dem Versuch werden die Korrosionsprodukte entfernt und die Proben erneut gewogen. Bei gleichmäßiger Flächenkorrosion ergeben sich daraus nach DIN 50905-2 der flächenbezogene Massenverlust und die Abtragungsrate; bei ungleichmäßiger und örtlicher Korrosion beschreibt DIN 50905-3 Kenngrößen wie die Tiefe örtlicher Angriffe. Der metallographische Querschliff zeigt Art und Tiefe des Angriffs, die begleitende Korrosionsanalytik die Veränderung des Mediums und die Zusammensetzung der Korrosionsprodukte.
Im Laborautoklav werden die Proben in einem geschlossenen Druckbehälter einem Medium unter erhöhtem Druck ausgesetzt. Prüfdruck, Temperatur, Medium und Versuchsdauer werden je Aufgabenstellung festgelegt; die Proben lassen sich anschließend wie im Tauchversuch gravimetrisch und metallographisch auswerten.
Für Versuche unter Strömung steht eine Looptest-Anlage mit 1-m³-Tank zur Verfügung, in der Rohrwerkstoffe in künstlichem Meerwasser oder anderen wässrigen Medien geprüft werden. In Modell- und Laboranlagen lassen sich Korrosionsvorgänge zusätzlich elektrochemisch verfolgen.
1 Korrosionsgrößen
Massenverlust, flächenbezogener Massenverlust und Abtragungsrate nach DIN 50905-2; bei örtlicher Korrosion Kenngrößen nach DIN 50905-3.
2 Probendokumentation
Aufnahmen der Proben nach dem Versuch und nach dem Entfernen der Korrosionsprodukte, bei Bedarf stereomikroskopisch.
3 Metallographische Auswertung
Querschliff zu Art und Tiefe des Angriffs; auf Wunsch Analyse von Medium und Korrosionsprodukten.
4 Prüfbericht
Die Korrosionsuntersuchungen nach DIN 50905-1 bis -3 sind in der Anlage zur DAkkS-Akkreditierungsurkunde D-PL-19138-01-00 und in der Liste der akkreditierten Verfahren geführt.
Anwendung: Werkstoffauswahl für Betriebsmedien, Vergleich von Werkstoffen und Werkstoffzuständen, Werkstoffe für Meerwasseranwendungen, Schadensfallanalyse.
Nennen Sie Werkstoff, Probenform, Medium mit Zusammensetzung und Temperatur, gegebenenfalls Druck und Strömung sowie die gewünschte Versuchsdauer. Wir stimmen Versuchsaufbau und Auswertung mit Ihnen ab.
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