Zugprüfung mit Temperierung
Zugprüf­maschine ZwickRoell Z050 mit Klimakammer

Der Zugversuch bestimmt Festigkeits- und Verformungskennwerte metallischer Werkstoffe – Elastizitätsmodul, Dehngrenze, Zugfestigkeit, Bruchdehnung und Brucheinschnürung.

Die Zugprüfmaschine Z050 von ZwickRoell (Nennkraft 50 kN) ist am IKS mit einer Klimakammer von Eurotherm ausgerüstet; Zugversuche nach DIN EN ISO 6892 sind damit bei Temperaturen zwischen −55 und 200 °C möglich. Ergänzend werden Klebverbindungen geprüft und Zugversuche unter gleichzeitiger medialer Belastung durchgeführt.

Typische Fragestellungen

Kennwerte eines Werkstoffs bei Einsatztemperatur – Versprödung bei tiefen, Festigkeitsabfall bei erhöhten Temperaturen

Vergleich von Werkstoffchargen, Wärmebehandlungszuständen oder Halbzeugen

Festigkeit von Klebverbindungen: Rollenschälversuch nach DIN EN 1464, Zugscherversuch nach DIN EN 1465, Stumpfklebung nach DIN EN 15870, Bruchbild nach DIN EN ISO 10365

Einfluss eines Korrosionsmediums auf Verformungs- und Bruchverhalten (Spannungsrisskorrosion) mit Korrosionsaufsatzmesszellen

Nachweis der Werkstoffkennwerte im Schadensfall, z. B. an Proben aus dem Bauteil

Messprinzip

Die Probe wird zwischen zwei Einspannungen mit konstanter Geschwindigkeit gedehnt, bis sie bricht. Aufgezeichnet werden Kraft und Verlängerung; aus dem Kraft-Verlängerungs-Diagramm und den Probenabmessungen ergeben sich Spannung und Dehnung und daraus die Kennwerte nach DIN EN ISO 6892-1. Für erhöhte und tiefe Temperaturen gelten die Teile 2 und 3 der Norm: Die Probe wird in der Klimakammer auf Prüftemperatur gebracht und vor Versuchsbeginn durchgewärmt bzw. durchgekühlt.

Die Klimakammer umschließt Probe und Einspannung; der Temperaturbereich reicht von −55 bis 200 °C, die Kühlung erfolgt über ein Kälteaggregat. Die Z050 gehört zur Baureihe AllroundLine von ZwickRoell mit einer Nennkraft von 50 kN und einem Prüfgeschwindigkeitsbereich von 0,0005 bis 600 mm/min (Herstellerangaben). Probengeometrie und Einspannung richten sich nach Halbzeug und Prüfnorm. Für die mechanisch-mediale Prüfung stehen Korrosionsaufsatzmesszellen zur Verfügung, mit denen die Probe während des Versuchs mit einem Elektrolyten beaufschlagt wird.

Ergebnisse

1  Kraft-Verlängerungs-Diagramm
Spannungs-Dehnungs-Kurve jeder Probe.

2  Kennwerte nach DIN EN ISO 6892
Dehngrenze Rp0,2, Zugfestigkeit Rm, Bruchdehnung A und Brucheinschnürung Z bei der jeweiligen Prüftemperatur.

3  Kennwerte von Klebverbindungen
Schälwiderstand nach DIN EN 1464, Zugscherfestigkeit nach DIN EN 1465, Zugfestigkeit von Stumpfklebungen nach DIN EN 15870 und Bruchbild nach DIN EN ISO 10365.

4  Prüfbericht
Prüfbedingungen, Probengeometrie und Prüftemperatur; auf Wunsch Bewertung der Bruchflächen im Arbeitsfeld Materialographie.

Anwendung: Werkstoffkennwerte bei Einsatztemperatur, Prüfung von Klebverbindungen, Spannungsrisskorrosion unter Zugbelastung, Schadensfallanalyse.

Weiterführend

Arbeitsfeld Mechanische Werkstoffprüfung Arbeitsfeld Elektrochemie Arbeitsfeld Materialographie Normen und Hausverfahren

Anfrage zu diesem Verfahren

Beschreiben Sie kurz Werkstoff, Halbzeug oder Bauteil, gewünschte Prüftemperatur und Norm. Wir prüfen, ob der Zugversuch geeignet ist, und nennen Ihnen andernfalls ein alternatives Verfahren, etwa Härteprüfung oder Ermüdungsversuch.

0351 871-7100 info@iks-dresden.de

    Bitte beweise, dass du kein Spambot bist und wähle das Symbol Herz.

    Die von Ihnen übermittelten Daten speichern und verwenden wir ausschließlich für den Zweck, für den Ihre Angabe erfolgte. Eine Weitergabe an Dritte erfolgt nicht.

    Weitere Verfahren

    Auflichtmikroskopie Härteprüfung Metallographische Präparation Alle Geräte und Verfahren

    Akkreditierte Prüfstelle

    Das Institut für Korrosionsschutz Dresden GmbH (IKS) ist mit 50 Jahren Erfahrung Ihr kompetenter Partner für Forschung, Dienstleistung und Weiterbildung in den Bereichen Korrosion, Korrosionsschutz und Korrosionsanalytik mit praxisnaher Ausrichtung.

    Logo Europa fördert Sachsen
    Logo DAkkS Akkreditierung + Akkreditierungsnummer des IKS: D-PL-19138-01-00

    Mitgliedschaften

    Das IKS Dresden kooperiert mit vielen anderen Forschungseinrichtungen und ist Mitglied in der Sächsischen Industrieforschungsgemeinschaft e.V., der Deutschen Industrieforschungsgemeinschaft Konrad Zuse e.V. und dem Verband Innovativer Unternehmen e.V.

    Logo SIG Sächsische Industrieforschungsgemeinschaft e. V.
    Logo VIU Verband innovativer Unternehmen e. V.
    Logo Mitglied der ZUSE-Gemeinschaft
    Logo IKS Dresden - Institut für Korrosionsschutz Dresden GmbH, weiß

    Mit uns zu nachhaltigem
    Korrosionsschutz

    Kontakt

    Gostritzer Straße 65
    01217 Dresden
    Deutschland

    Kontakt

    Tel.: [+49] (0) 351 871-7100
    Fax: [+49] (0) 351 871-7150
    Mail:  info[at]iks-dresden.de

    Homepage designed by www.wimeta.de