Zyklische Korrosionsprüfung
Wechseltestkammer
Zyklische Korrosionsprüfungen belasten beschichtete Proben abwechselnd mit Salzsprühnebel, Trocknung und feuchter Atmosphäre.
Zyklische Korrosionsprüfungen belasten beschichtete Proben abwechselnd mit Salzsprühnebel, Trocknung und feuchter Atmosphäre.
Der Wechsel von Befeuchtung und Abtrocknung bildet die Beanspruchung in der Atmosphäre anders ab als eine konstante Salzsprühnebelprüfung. Am IKS stehen dafür Wechseltestkammern zur Verfügung; die Prüfung nach DIN EN ISO 11997-1 ist in der Anlage zur DAkkS-Akkreditierungsurkunde geführt.
Beständigkeit von Beschichtungssystemen bei zyklischen Korrosionsbedingungen nach DIN EN ISO 11997-1
Unterwanderung und Enthaftung ab einer künstlichen Verletzung (Ritz) nach DIN EN ISO 4628-8
Leistungsprüfung von Beschichtungssystemen für Bauwerke im Offshorebereich nach DIN EN ISO 12944-9 und vgbe/BAW-Standard
Vergleich mit dem Verhalten in der kontinuierlichen Salzsprühnebelprüfung nach DIN EN ISO 9227
Vergleich von Oberflächenvorbereitungen, Grund- und Deckbeschichtungen in Qualitätssicherung und Produktentwicklung
In einer Wechseltestkammer durchlaufen die Proben die Phasen eines Prüfzyklus nacheinander im selben Prüfraum: Salzsprühnebel, Trocknung bei festgelegter Temperatur und Feuchte- oder Kondensationsphasen. DIN EN ISO 11997-1 legt mehrere solcher Zyklen fest, die sich in Dauer, Temperatur und Luftfeuchte der einzelnen Phasen unterscheiden; einer davon (Zyklus B) entspricht im Aufbau dem aus der Automobilindustrie bekannten VDA-Wechseltest mit Salzsprühnebel, Kondenswasser-Wechselklima und Raumklima im Wochenrhythmus. Die Anzahl der Zyklen richtet sich nach Regelwerk oder Vereinbarung.
Für Beschichtungssysteme im Offshorebereich sieht DIN EN ISO 12944-9 eine zyklische Alterungsprüfung vor, die UV-Bestrahlung mit Kondensation, Salzsprühnebel und eine Tieftemperaturphase kombiniert. Die Proben erhalten vor der Belastung in der Regel einen definierten Ritz bis zum Substrat, an dem Unterwanderung und Korrosion ausgewertet werden.
Nach der Belastung werden die Proben nach DIN EN ISO 4628 bewertet (Blasengrad, Rostgrad, Rissgrad, Abblätterungsgrad, Unterwanderung am Ritz). Die Haftfestigkeit wird per Abreißversuch nach DIN EN ISO 4624 oder per Gitter- bzw. Kreuzschnitt nach DIN EN ISO 2409 und DIN EN ISO 16276-2 bestimmt; Korrosionserscheinungen lassen sich mit dem Corrosion Inspector flächig erfassen.
1 Prüfbericht
Bericht als DAkkS-akkreditiertes Prüflabor nach DIN EN ISO 11997-1 bzw. DIN EN ISO 12944-9 mit Zyklus, Zyklenzahl und Probenkennzeichnung.
2 Bewertung nach DIN EN ISO 4628
Blasen-, Rost-, Riss- und Abblätterungsgrad sowie Unterwanderung am Ritz in mm.
3 Haftfestigkeit
Abreißfestigkeit in MPa oder Schnittkennwert vor und nach der Belastung.
4 Fotodokumentation
Aufnahmen der Proben nach der Belastung; bei Bedarf Querschliff oder REM/EDX zur Ursachenklärung.
Anwendung: Eignungs- und Vergleichsprüfungen von Beschichtungssystemen nach Norm und Regelwerk, Offshore-Beschichtungssysteme, Qualitätssicherung und Produktentwicklung.
Beschreiben Sie kurz Substrat, Beschichtungssystem, maßgebendes Regelwerk und die gewünschte Zyklenzahl. Wir prüfen, ob die zyklische Korrosionsprüfung geeignet ist, und nennen Ihnen andernfalls ein alternatives Verfahren, etwa die Salzsprühnebel- oder die Kondenswasserprüfung.
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