SALTME PLUS: Korrosionsschutz für Salzschmelzen als Energiespeicher

Wie lassen sich Salzschmelzen als Energiespeicher nutzen, ohne dass Behälter und Leitungen schnell korrodieren? Dieser Frage geht das IKS gemeinsam mit der TU Dresden und dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf im Verbundprojekt SALTME PLUS nach.

Symbolbild: elektrochemische Messzelle – für die Versuche in Salzschmelzen setzt das IKS modifizierte Messzellen ein
Elektrochemische Messzelle (Symbolbild)

Salzschmelzen als Wärmespeicher

Strom aus Sonne und Wind steht nicht immer dann zur Verfügung, wenn er gebraucht wird. Deshalb lässt er sich als Wärme in Salzschmelzen zwischenspeichern und später bedarfsgerecht wieder nutzen. Bisher kommen dafür meist Nitratsalze zum Einsatz. Diese zersetzen sich jedoch oberhalb von etwa 560 °C, was die erreichbare Speichereffizienz begrenzt.

Chloridsalze erlauben dagegen deutlich höhere Speichertemperaturen. Außerdem sind sie kostengünstig und gut verfügbar. Allerdings greifen sie die metallischen Konstruktionswerkstoffe von Behältern und Leitungen erheblich stärker an. Daher hängt der wirtschaftliche Einsatz dieser Salzschmelzen wesentlich vom Korrosionsschutz ab.

Genau hier setzt SALTME PLUS an: Die Projektpartner entwickeln Methoden des aktiven Korrosionsschutzes und erproben sie anschließend im Labor- und Technikumsmaßstab.

Der Beitrag des IKS

Im Teilprojekt „Maßnahmen zur Verringerung der Korrosion in Metall-Salzschmelzen“ führt das IKS zunächst elektrochemische Screening-Versuche an hochlegierten Stählen und Nickelbasislegierungen durch. Dabei setzt das Team modifizierte Messzellen ein. So charakterisiert es die Korrosion in der Schmelze und vergleicht die Wirkung zweier Methoden des aktiven Korrosionsschutzes.

Anschließend wertet das IKS die Ergebnisse wissenschaftlich aus. Daraus leitet es den Korrosionsmechanismus und die wirksamste Schutzstrategie ab. Diese Strategie soll schließlich in Versuchen im Technikumsmaßstab ihre Wirksamkeit zeigen.

Partner und Förderung

Die Professur für Wasserstoff- und Kernenergietechnik der TU Dresden koordiniert das Verbundprojekt. Außerdem arbeiten das Institut für Fluiddynamik des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf und die Institut für Korrosionsschutz Dresden GmbH mit. SALTME PLUS baut dabei auf den Erkenntnissen der Vorgängerprojekte SALTME und HITEMAGEN4 auf.

Das Teilprojekt des IKS läuft vom 13.11.2024 bis 31.03.2028. Die Europäische Union (EFRE) und der Freistaat Sachsen fördern es im Rahmen der Förderrichtlinie Energie und Klima.

Projektleitung am IKS: Dr. Matthias Langer
Kurzbericht zum Projekt (PDF)

TU Dresden – Professur für Wasserstoff- und Kernenergietechnik
https://tu-dresden.de/ing/maschinenwesen/ifvu/wket/forschung/lasertechnologien/saltme-plus

Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf – Institut für Fluiddynamik
https://www.hzdr.de/fwd


Kofinanziert von der Europäischen Union – mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes

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