Kalottenschliff­verfahren (kaloMAX II)

Bestimmung von Schichtdicke und Schichtaufbau im Bereich von ca. 0,3 bis 50 µm – direkt, rein geometrisch und innerhalb weniger Minuten.

Typische Fragestellungen

Schichtdicke der einzelnen Schichten eines Überzugs oder Schichtsystems

Schichtaufbau mehrlagiger Systeme

Zeitnahe, verlässliche Aussagen für die Qualitätssicherung

Das Verfahren ist besonders geeignet für Galvanik, Verzinkung, Beschichtungstechnik und Qualitätssicherung.

Messprinzip

Eine mit Schleifmittel beschichtete, gehärtete Stahlkugel wird durch eine motorisch angetriebene Welle in Rotation versetzt und schleift eine Vertiefung in die Probe – die sogenannte Kalotte.

Ist die Beschichtung vollständig durchgeschliffen, ist jede einzelne Schicht unter dem Mikroskop als konzentrischer Ring (flache Probe) oder als Ellipse (zylindrische Probe) zu erkennen. Mit der Auswertesoftware werden daraus die Schichtdicken berechnet.

Kalottenschliff unter dem Mikroskop: Schichten eines Überzugs als konzentrische Ringe

Kalotte unter dem Mikroskop: Die Schichten des Überzugs erscheinen als konzentrische Ringe.

Ergebnisse

1  Schichtdicke je Einzelschicht
Direkte, rein geometrische Messung für Beschichtungen im µm-Bereich.

2  Messbereich
Schichtdicken von ca. 0,3 bis 50 µm.

3  Genauigkeit
1 bis 5 %, abhängig von der Oberflächenrauheit.

4  Dauer und Anwendbarkeit
Schleifvorgang von einigen Sekunden bis wenigen Minuten; anwendbar auf zahlreiche Schicht-Substrat-Kombinationen.

Anwendung: Bewertung von Schichtsystemen in Galvanik, Verzinkung und Beschichtungstechnik sowie in der Qualitätssicherung.

Weiterführend

Arbeitsfeld Materialographie Arbeitsfeld Verzinkung Normen und Hausverfahren Akkreditierung

Anfrage zu diesem Verfahren

Beschreiben Sie kurz Substrat, Schichtsystem und erwartete Schichtdicken. Wir prüfen, ob das Kalottenschliffverfahren geeignet ist, und nennen Ihnen andernfalls ein alternatives Verfahren.

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