Härteprüfung
Universal-Härteprüfgerät Struers Duramin A300
Die Härteprüfung bestimmt den Widerstand eines Werkstoffs gegen das Eindringen eines definierten Prüfkörpers.
Die Härteprüfung bestimmt den Widerstand eines Werkstoffs gegen das Eindringen eines definierten Prüfkörpers.
Am IKS wird sie mit dem Universal-Härteprüfgerät Duramin A300 der Firma Struers durchgeführt, das auch den Kleinkraft- und Mikrohärtebereich abdeckt – als eigenständige Werkstoffprüfung und als Ergänzung zur metallographischen Untersuchung am Querschliff. Sie gehört zum Versuchsportfolio der Arbeitsfelder Materialographie und Mechanische Werkstoffprüfung.
Härte eines metallischen Werkstoffs als Kennwert für Wareneingang, Wärmebehandlungszustand oder Werkstoffvergleich
Härte metallischer Überzüge und einzelner Schichten am Querschliff (Mikrohärte)
Härteverläufe über Randschichten, Wärmeeinflusszonen oder Fügeverbindungen
Gefügeveränderung durch thermische oder mechanische Beanspruchung, nachgewiesen über die Härte
Zuordnung von Härte und Gefüge in der Schadensfallanalyse
Ein Prüfkörper – Diamantpyramide bei Vickers, Hartmetallkugel bei Brinell, Diamantkegel bei Rockwell – wird mit definierter Prüfkraft in die Oberfläche gedrückt. Bei Vickers und Brinell wird der bleibende Eindruck optisch vermessen und die Härte aus Prüfkraft und Eindruckfläche berechnet; bei Rockwell wird die Eindringtiefe ausgewertet. Die Verfahren sind in DIN EN ISO 6507 (Vickers), DIN EN ISO 6506 (Brinell) und DIN EN ISO 6508 (Rockwell) genormt. Mit kleinen Prüfkräften (Kleinkraft- und Mikrohärte) bleiben die Eindrücke so klein, dass einzelne Schichten, Phasen oder Randzonen am Schliff gemessen werden können; in Reihen gesetzte Eindrücke ergeben einen Härteverlauf. Universal-Härteprüfgeräte vereinen mehrere Verfahren und Prüfkraftbereiche in einem Gerät.
Voraussetzung ist eine ebene, präparierte Prüffläche. Für Messungen an Schichten und Randzonen wird die Probe zuvor als Querschliff präpariert (Metallographieausrüstung Struers); die Auswertung erfolgt im Zusammenhang mit dem Schliffbild.
1 Härtewerte
in der jeweiligen Skala (z. B. HV, HBW, HRC) mit Angabe von Verfahren, Prüfkraft und Haltezeit, als Einzelwerte und Mittelwert.
2 Härteverläufe
über den Querschnitt (Randschicht, Übergangszone, Grundwerkstoff) als Tabelle und Diagramm.
3 Härte einzelner Schichten und Phasen
in Verbindung mit dem Schliffbild.
4 Prüfbericht
Prüfbedingungen, Lage der Eindrücke und Schliffbilder; auf Wunsch Gefügebeurteilung im Arbeitsfeld Materialographie.
Anwendung: Werkstoffprüfung, Bewertung von Überzügen und Randschichten, Schadensfallanalyse.
Beschreiben Sie kurz Werkstoff, Überzug oder Bauteil und die gewünschte Aussage – Einzelwert, Härteverlauf oder Schichthärte. Wir prüfen, ob die Härteprüfung geeignet ist, und nennen Ihnen andernfalls ein alternatives Verfahren, etwa den Zugversuch oder eine Gefügeuntersuchung.
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