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IKS an Forschung zu Carbonbeton beteiligt

Am 28.09.2022 wurde in Dresden in der Einsteinstraße 12 das weltweit erste Carbonbetongebäude CUBE eingeweiht.  

Auch das Institut für Korrosionsschutz Dresden (IKS) forschte in einem Teilprojekt an der Entwicklung dieser bahnbrechenden neuen Betontechnologie mit, die zukünftig den Stahlbeton ersetzen könnte. Im Teilprojekt des IKS Dresden untersuchte Projektleiter Dr. Jürgen Triebert die Bimetallkorrosionsgefahr zwischen der elektrochemisch edlen Carbonbewehrung und metallischen Einbauteilen wie Ankern oder Hilfsbewehrung bei Neubauten bzw. alter Stahlbetonbewehrung bei Sanierungen.

Carbonbeton ist ein nichtmetallischer Bau- und Verbundwerkstoff aus Hochleistungsbeton und Carbonfasern. Letztere werden in Form von Matten oder Stäben statt des Betonstahls eingebracht. Im Gegensatz zur Stahlbewehrung muss die Carbonbewehrung dabei nicht durch eine dicke Betonüberdeckung vor Korrosion geschützt werden. Das ermöglicht sehr dünne Bauteile und einen geringeren Betoneinsatz und damit einhergehend deutliche CO2-Reduktionen. Eine erhöhte Langlebigkeit, Korrosionsbeständigkeit und ungewöhnliche Formbarkeit sind weitere Vorteile dieser Bauweise.

Der Grundstein dieser Entwicklung wurde in Deutschlands größtem Bauforschungsprojekt Zwanzig20 des BMBF gelegt.

Dr. Jürgen Triebert
Abteilungsleiter
E-Mail: juergen.triebert@iks-dresden.de

Eine Übersicht der laufenden und abgeschlossenen Forschungsprojekte finden Sie unter www.iks-dresden.de/forschung

Außenansicht Haus: © Stefan Gröschel, IMB, TU Dresden
Innenaufnahme: © Jurii Vakaliuk